So berechnen Sie Ihre privaten Kosten für den Businessplan Zahlenteil


Erstellen Sie einen Businessplan, müssen Sie unweigerlich Ihre privaten Kosten im Zahlenteil des Businessplans berechnen. So mancher Gründer kommt ins Staunen, wenn er seine privaten Ausgaben summiert. Die Privatentnahmen spielen jedoch eine große Rolle bei der Kalkulation. Diese müssen nach Abzug aller betrieblichen Aufwendungen mindestens übrig bleiben, damit Sie nicht nur als Unternehmer, sondern als Privatperson überleben können. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen Überblick über die möglichen privaten Kosten.

Sie erstellen die Liquiditätsvorschau und ermitteln den Kapitalbedarf. In beiden Übersichten ziehen Sie Ihre Ausgaben von den Einnahmen ab. Zu den Ausgaben gehören unter anderem die Privatentnahmen.

Diesen Punkt sollte Sie sehr genau unter die Lupe nehmen. Wahrscheinlich ist es trotzdem der am Besten zu planende Posten, denn hier können Sie auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit zurückgreifen. Schauen Sie sich doch einmal Ihre Kontoauszüge und Quittungen an.

Zum Teil können Sie diese Kosten aktiv beeinflussen, abhängig von Ihrem Lebensstil. Gehen Sie dabei von Ihrem aktuellen Niveau aus und bedenken Sie Preissteigerungen bei den einzelnen Posten. So erhöht sich beispielsweise die Miete regelmäßig oder es variieren die Kosten für ärztliche Behandlungen.

Lassen Sie uns nun einen Blick auf die Zusammensetzung der private Kosten werfen.

Private Kosten für den Zahlenteil

Miete

Als erstes fällt Ihnen sicherlich dieser Punkt ein. Wahrscheinlich ist es einer der größten Posten auf Ihrer Liste. Fassen Sie alle Kosten für das Wohnen zusammen. Dazu zählen auch Nebenkosten für Heizung, Wasser und Strom.

Wohnen Sie in einem Eigenheim, was Sie über einen Kredit finanziert haben, rechnen die statt Miete mit der Tilgungsrate. Die Nebenkosten beziehe Sie ebenfalls mit ein.

Lebensunterhalt

Überlegen Sie genau, wie viel Geld Sie zum Leben brauchen. Summieren Sie die Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke. Das ist schon ein guter Anfang. Sie möchten sicherlich nicht nur Essen und Trinken, sondern noch ein wenig Spaß. Hinzu kommen also Restaurantbesuche, Ausgaben für Unterhaltung (Oper, Theater, Kino …) und beispielsweise GEZ-Gebühren. Vielleicht sind Sie Raucher, dann summieren Sie die Ausgaben für Tabak ebenfalls. Vergessen Sie nicht Depot- und Kontoführungsgebühren.

Der Lebensunterhalt, ist sicherlich am schwierigsten zu kalkulieren. Versuchen Sie dennoch, so realistisch wie möglich diese Ausgaben zu schätzen.

Private Krankenversicherung

Ihre private Krankenversicherung hat nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun. Deshalb gehört Sie ebenfalls zu den privaten Kosten. Sind Sie bisher nicht privat versichert, holen Sie sich zum Vergleich mehrere Angebote von gesetzlichen und privaten Krankenkassen ein. Prüfen Sie genau welche Leistungen Sie tatsächlich brauchen und welche Kosten der Versicherer übernimmt.

Bedenken Sie, dass nicht alle ärztlichen Kosten übernommen werden und Sie gegebenenfalls bei bestimmten Leistungen zuzahlen müssen.

Telefon und Internet (privat)

Besitze Sie neben Ihrem geschäftlichen Telefonanschluss noch einen privaten, gehören die monatlichen Rechnungen für Telefon und Internet zu dem privaten Kosten. Generell empfiehlt es sich aus steuerlicher Sicht, bei einem Anbieter einen Vertrag für die private Nutzung abzuschließen. Denken Sie an dieser Stelle auch an Ihr Handy.

Pkw (privat)

Nutzen Sie einen privaten Pkw, summieren sich die Kosten für die Versicherung, Kfz-Steuer, Reparaturen, Treibstoff und Neuanschaffung. Sind Sie auf Ihr Fahrzeug angewiesen, kalkulieren Sie lieber etwas großzügiger, um unvorhergesehene Kosten zum Beispiel für die Neuanschaffung nach einem Unfall, aufbringen zu können.

Private Versicherungen

Versicherungen brauchen Sie nicht nur für Ihr Unternehmen. Als Privatperson haben Sie sicher eine Hausrats-, private Haftpflicht- und sonstige Versicherungen. Nutzen Sie doch die Gelegenheit, Ihren Versicherungsschutz zu überprüfen und ergänzen oder kündigen Sie Ihre Verträge nach Bedarf.

Altersvorsorge

Als Unternehmer sind Sie für Ihre Altersvorsorge selbst verantwortlich. Egal welche Strategie Sie verfolgen, rechnen Sie regelmäßig ausreichend Rücklagen für das Alter mit ein.

Ob Sie privat vorsorgen oder weiterhin in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, klären Sie am Besten in einem Beratungsgespräch. Im Idealfall kombinieren Sie die private und gesetzliche Vorsorge.

Kleidung

Bei Kleidung scheiden sich oft die Geister. Ob Sie dafür einen eigenen Posten eröffnen möchten, liegt bei Ihnen. Haben Sie viel Kundenkontakt, benötigen Sie von Zeit zu Zeit ein neues Business-Outfit.

Privat brauchen sie ab und an neue Kleidung. Sie möchte ja nicht jahrelang in den gleichen Klamotten herumlaufen. Und wie wir aus der Jeans-Werbung wissen, gehen die Dinge nun mal dahin.

Urlaub

Sicherlich denken Sie demnächst nicht an Urlaub. Vor Ihnen stehen ja große Aufgaben. Dennoch sollten sie ein Budget für Ihre Erholung einplanen.

Weitere private Ausgaben

Alle weiteren Ausgaben summieren Sie unter diesem Punkt. Denken Sie dabei an eine neue Waschmaschine oder die Reparatur der Spülmaschine. Vielleicht zahlen Sie Unterhalt, dann ist das eine Ausgabe, die Sie berücksichtigen müssen.

Zusammenfassung der privaten Kosten

Rechnen Sie die Kosten aller privaten Ausgaben zusammen und tragen Sie sie in ihre Kalkulation ein. Berechnen Sie jährliche Kosten anteilig auf einen Monat.

Die Privatentnahmen sind Ihr Lohn als Unternehmer. Ihre kompletten privaten Ausgaben müssen also in diesem Posten enthalten sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zeigen, wie umfangreich sich die privaten Kosten gestalten. Zusammen mit den betrieblichen Kosten wissen Sie nun, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben sind.

Checkliste private Kosten für den Zahlenteil des Businessplans

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