Mit dem Einstiegsgeld in die Selbständigkeit


Immer mehr Arbeitslose möchten den Schritt in die Selbständigkeit wagen und damit ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Neben dem Gründungszuschuss für Arbeitslosengeld I Empfänger gibt es für alle die Arbeitslosengeld II beziehen das Einstiegsgeld. Erfahren Sie, welche Vorrausetzungen und Förderungen Sie mit dem Einstiegsgeld erhalten können.

Das Einstiegsgeld ist nicht ausschließlich für die Förderung einer Selbständigkeit gedacht. Es kann damit auch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen werden (siehe Arbeitsagentur).

Auf eigenen Beinen stehen mit dem Einstiegsgeld

In erster Linie schauen wir uns nun das Einstiegsgeld für die Existenzgründung an. Sie beantragen es als Zuschuss zum ALG II. Ihre Selbständigkeit muss unbedingt den Charakter einer hauptberuflichen Tätigkeit haben.

Die Höchstdauer der Förderung beträgt maximal 12 Monate. In den meisten Fällen wird jedoch die Dauer der Förderung verkürzt. In den Arbeitshilfen empfiehlt die Arbeitsagentur, zunächst das Einstiegsgeld für 12 Monate zu gewähren. In den nachfolgenden Monaten soll es sich Schritt für Schritt verringern.

Haben Sie Anspruch auf Einstiegsgeld?

Anspruch auf Einstiegsgeld haben Sie, wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen. Weiterhin müssen Sie wie beim Gründungszuschuss die Tragfähigkeit Ihrer Gründungsidee mit einem Businessplan nachweisen. Dazu gehört die Prüfung einer fachkundigen Stelle ebenfalls.

Die Höhe des Einstiegsgeldes hängt von der Regelleistung des ALS II Bezugs ab. Grundsätzlich erhalten Sie zum ALG II noch einmal 50% als Zuschuss. Die Kosten für Miete und Heizung bekommen Sie noch extra.

In der Praxis heißt das, Sie erhalten ALG II + 50% ALG II + Heizung, Miete

Einstiegsgeld – was ist zu beachten?

Zunächst informieren Sie Ihren Fallmanager über Ihre Gründungspläne. Er oder sie wird auch entscheiden, ob Sie einen Zuschuss erhalten. Es besteht jedoch kein rechtlicher Anspruch auf eine Förderung. Deshalb ist es notwendig, dass Sie die Erfolgsaussichten und die Tragfähigkeit Ihrer Gründung ausführlich im Businessplan darstellen.

Sie sollten über die fachlichen und unternehmerischen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, die für die Selbständigkeit erforderlich sind. Im Zweifelsfall besuchen Sie ein Existenzgründerseminar.

Haben Sie schon erste Erfahrungen und fallen Ihnen die steuerlichen und organisatorischen Themen eines Unternehmens leicht, reicht meist eine eintägige Veranstaltung. Kennen Sie sich gar nicht mit diesen Themen aus, können Sie ein mehrtägiges Seminar besuchen. Investieren Sie lieber etwas mehr Zeit in die Vorbereitung, bevor Sie später für viel Geld einen Steuer- oder Unternehmensberater konsultieren müssen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Gründungszuschuss.