Bach, Breakdance und Bulle


Das Querdenk Magazin von consulteria berichtet regelmäßig auf Werk Ost über clevere Business-Ideen und smarte Anregungen für erfolgreiche Startegien. In dieser Ausgabe geht es um Flying Bach, ein Cross-over Projekt, das Breakdance mit klassicher Musik von Bach kombiniert. Lesen Sie selbst…

Das Crossover-Projekt “Flying Bach” hat Premiere in Berlin gefeiert. In der Neuen Nationalgalerie prallen in der Inszenierung von Christoph Hagel Breakdance und die klassischen Töne von Johann Sebastian Bach aufeinander. Und das funktioniert ausgezeichnet – eine mutige, geradezu umstürzlerische Idee begeistert die Zuschauer.

Und nicht nur zwei Musikstile treffen hier aufeinander – der Getränkehersteller Red Bull hat hier wieder einmal die Chance erkannt, mit einer provokanten Idee Aufsehen zu erregen und vermarktet das Ganze – also Bach, Breakdance und Bulle!

Die Neue Nationalgalerie steht Kopf, und das nicht nur aus der Perspektive eines Tänzers, der gerade neo-barocke Luftschrauben dreht. Auch für die Besucher hat dieser Abend etwas Umstürzlerisches – verkehrte Welt. Bach und Breakdance, das klingt wie Himmel und Erde, für manch einen vielleicht wie Himmel und Hölle. Aber es funktioniert. Die von Christoph Hagel ersonnene und von Vartan Bassil höchst professionell choreografierte Kombination beschert Berlin eine Show der Extraklasse.

Bassil gewann mit seinen „Flying Steps“ schon viermal die Weltmeisterschaft im Breakdance. Wer sie auf Bach fliegen sieht, versteht warum. Die aus sechs Herren und einer Dame gebildete Truppe bietet wahrlich artistische Künste zu Boden und in der Luft. Das ganze Repertoire des Breakdance wird in Vollendung abgespult. Die Vielfalt der Stile kann sich gut und gern mit dem klassischen Ballett messen. Und alles harmoniert auf verblüffende Weise mit Johann Sebastian Bachs Musik.

Den Tänzern gelingt eine adäquate Umsetzung von Bachs Vierstimmigkeit, sie orientieren sich sogar exakt an jeder einzelnen 16tel-Note, mit Berücksichtigung des Kontrapunkts. Das „Wohltemperierte Klavier“ wird live am Cembalo und Piano vorgetragen. Beat-Versionen Bachs aus dem Lautsprecher ergänzen die 12 Präludien und Fugen. Die dramaturgische Rahmenhandlung erzählt, wie Jugendliche vom Herumlungern auf der Straße zum Hip-Hop kommen, einschließlich der unvermeidlichen Lovestory.

Die Neue Nationalgalerie wird innen und auf einer Außenrampe bespielt. Das nächtliche Berlin liefert mit Philharmonie, Matthäikirche und Sony-Center ein beeindruckendes Bühnenbild. Die Show ist so erfolgreich, dass nach dem geplanten Ende am 1. Mai jetzt schon Zusatztermine bestätigt wurden.

„Flying Bach“ ist mehr als nur laut glitzernd und irgendwie sexy. Das Projekt hat sozio-kulturelle Bedeutung: Hier werden unüberwindlich scheinende Grenzen überschritten, übertanzt, beiseite geschoben. Bach und Breakdance sind kultig – was wiederum exakt dem Image von Red Bull entspricht.

So funktioniert das Flying Bach-Prinzip

Die provozierende Kombination von klassischer Musik und Breakdance bietet Red Bull eine optimale Plattform, um seine Werbebotschaft als besonders kultiges Getränk zu präsentieren. Aber auch die Breakdancer und Musikliebhaber können voneinender profitieren, Grenzen werden aufgehoben, neue Zielgruppen können erreicht werden.

Wenn auch Sie vom Flying Bach-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Gibt es für Sie die Möglichkeit, mit einem Anbieter, der ein völlig anderes Konzept hat, zu kooperieren und damit Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen?
  • Mit welchen ungewöhnlichen Kombinationen können Sie Ihre Kunden verblüffen und begeistern?

Das ist auch noch lesenswert

Website Flying Steps
Website Red Bull
Video zum Projekt „Flying Bach“bei youtube
Artikel zu Flying Bach auf stern.de
Artikel zu Flying Bach auf rap.de