Jimdo – wer sät, der erntet


Diesmal stellt das Querdenk Magazin von consulteria die Business-Strategie von Jimdo vor. consulteria berichtet einmal im Monat auf Werk Ost über clevere Business-Ideen und smarte Anregungen für erfolgreiche Startegien.

Uns gefallen mutige und verrückte Ideen. Und wenn Systementwickler ein tolles Programm entwickeln, mit dem wirklich jeder kinderleicht eigene Websites erstellen kann, und diese Homepages dann auch noch kostenfrei online stellen, dann klingt das erstmal verrückt. Jimdo.com bietet genau das – natürlich werden kostenpflichtige Upgrades angeboten, denn wer sät, will auch ernten.

Fridtjof Detzner, Matthias Henze und Christian Springub schwimmen gegen den Strom. Während die ganze Online-Welt im Blog-Wahn ist, setzen die drei Norddeutschen mit Jimdo auf die gute alte Website. “Ein Blog trifft häufig nicht die Bedürfnisse vieler Menschen”, sagt Henze über die Tagebücher im Internet. Mit wenigen Klicks kann sich deswegen jeder registrierte Nutzer bei der Website-Werkstatt seine ganz persönliche Netz-Visitenkarte zusammenstellen. “Texte, Bilder, Videos – alles ist möglich”, sagt Henze. Die Anpassung der eigenen Webpräsenz überzeugt dabei durch unzählige Möglichkeiten und eine äußerst simple Bedienung. Seit einigen Monaten gibt es sogar die Möglichkeit, einen Webshop zu integrieren, auch hier ist die Basisversion kostenfrei.

Grundlage der Jimdo-Software ist ein Content Management System, welches Detzner, Henze und Springub selbst entwickelt haben. Über ihr Unternehmen NorthClick, welches nun auch “Jimdo” betreibt, bieten sie dieses seit 2004 vor allem mittelständischen Unternehmen an. Immer mehr Freunde kamen auf sie zu und fragten, ob sie das System auch für private Zwecke nutzen könnten Einige nutzen sie für Seiten über sich selbst, drei Jungs dokumentierten online ihre Segeltour Kiel-Sydney, Bandhomepages entstanden, es gab ein unglaubliches Feedback. So entstand die Idee, den Dienst zu verschenken. Pages to the People eben. Das Unternehmen Jimdo ging im Februar 2007 online.

Die Basisversion von Jimdo ist kostenlos. Wenn man eine eigene Domain und mehr Designmöglichkeiten haben will, kostet das JimdoPro-Paket 5 Euro im Monat (inkl. MwSt.), das JimdoBusiness-Paket 15 Euro.

Mittlerweile haben über 150 000 Kunden die Hilfe für eine Website angefordert. Jimdo ist nach Angaben der Gründer weltweit führend beim Angebot für Webseitenerstellung. Die Seiten sind in sieben Sprachen verfügbar. “Ziel ist es, Jimdo weiter zu internationalisieren und profitabel zu arbeiten”, so Henze.

So funktioniert das Jimdo.com-Prinzip

Jimdo hat gewagt, kostenlos anzubieten, was sich die Entwickler von Webseiten sonst teuer bezahlen lassen – und das in der gleichen Professionalität! Natürlich ist die Individualität und die Technologie der Webseite eingeschränkter, aber für einen Großteil von Kunden ist sie vollkommen ausreichend. „Pages to the people“ – mit Jimdo ist das Erstellen von professionellen Websites wirklich so einfach, dass es eigentlich verrückt ist, ein so tolles Programm einfach zu verschenken. Aber gerade dadurch werden viele mögliche Kunden angezogen, die dann auch die kostenpflichtigen Zusatzangebote nutzen.

Wenn auch Sie vom Jimdo.com-Prinzip profitieren wollen, überlegen Sie sich

  • Können Sie mehr Kunden erreichen, wenn Sie einen Teil Ihres Angebots gratis anbieten?
  • Haben Sie die Möglichkeit, eine „Basic“- oder „Light“-Version Ihres Services zu entwickeln, den sie gratis anbieten können?

Das ist auch noch lesenswert

Website Jimdo.com

Jimdo.com bei Wikipedia

Hamburger Abendblatt.de-Artikel über Jimdo

netzwertig.com-Artikel über Jimdo

Kostenlose Homepage mit Jimdo erstellen bei YouTube