Den passenden Firmennamen finden


Wie sieht der optimale Firmenname aus und was ist von rechtlicher Seite zu beachten? Diese Frage, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Auf jeden Fall sollten Sie die Entscheidung für die Bezeichnung Ihres Unternehmens nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eine Nachträgliche Änderung der Firmierung ist unnötig und kann sehr teuer werden. Beispiele für gute und schlechte Firmennamen gibt es genug!

Wie sieht der optimale Firmenname aus?

Ein Blick ins Branchenbuch oder Handlesregister zeigt die Fülle an Bezeichnungen für Unternehmen. Für einige Namen entwickelt man Sympathien und für andere eher Abneigung. Generell sollte der Firmennamen

  • einprägsam
  • einfach und kurz
  • wiedererkennbar und
  • universell einsetzbar sein.

So einfach das klingt, umso schwerer tut sich mancher bei der Suche nach einem passenden Firmennamen. Der Gesetzgeber hat genaue Vorstellungen wie die Bezeichnung lauten darf.

Rechtliche Vorgaben für Firmennamen

Egal wie der Name des Unternehmens lautet, §18 des Handelsgesetzbuches (HGB) gibt den Rahmen für die Bezeichnung vor. So muss der Firmenname vor allem Unterscheidungskraft besitzen und er „darf keine Angaben enthalten, die geeignet sind […] irrezuführen“. Am Ende der Firmierung muss die Rechtsform aufgeführt werden, z.B.

  • Eingetragene/r Kaufmann /-frau (e.K.)
  • offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • u.s.w.

Es dürfen Personennamen, Sachnamen und Phantasienamen gewählt werden. Selbstständige die nicht im Handelsregister eingetragen sind, müssen zusätzlich ihren eigenen Namen in die Bezeichnung der Firma mit aufnehmen. Eine Kombination aus Phantasienamen und eigenen Namen ist dabei durchaus möglich.

Für Personengesellschaften gelten die gleichen rechtlichen Voraussetzungen, nur müssen beispielsweise bei der GbR mindestens zwei Gesellschafter mit Namen erwähnt werden.

Eingetragene  Gesellschaft (z.B. GmbH) können auf eine Nennung des Inhabers im Firmennamen verzichten.

Im Einzelfall sollte ein spezialisierter Anwalt konsultiert werden. Auskünfte geben auch Handwerkskammern und die Industrie und Handelskammer.

Der Firmenname im Marketing

Probieren Sie einmal folgendes: Suchen Sie sich einen unbekannten Firmennamen und versuchen Sie zu erraten, welche Leistungen diese Firma anbietet. Bei Phantasienamen fällt eine Deutung oft schwer. Dafür sind sie meist einprägsamer und individueller.

Ihr Firmenname ist Ihr Aushängeschild und kommuniziert, egal ab Sie möchten oder nicht, ein bestimmtes Bild von ihrem Unternehmen.

Sie sollten deshalb einen einfachen Namen verwenden, der auch verständlich ist und vor allem ausgesprochen werden kann! Vermitteln Sie mit der Bezeichnung auch etwas über die Tätigkeit und Leistungen Ihres Unternehmens. So können sich potentielle Kunden über Assoziationen genau Ihren Firmannamen besser merken. Dennoch sollte der Name eine Erweiterung Ihrer Geschäftsfelder zulassen.

Nicht zuletzt sollten Sie prüfen, ob Sie den gewählten Namen auch als Domain für Ihre Firmenwebsite benutzen können. Die meisten Hoster bieten eine Domainsuche an, mit der Sie leicht prüfen können, ob Ihr Name noch verfügbar ist.

Wenn Ihre Zielgruppe überwiegend in Deutschland zu finden ist und nicht eben aus der technikaffinen Ecke kommt, ist eine deutsche Firmenbezeichnung durchaus sinnvoll. Englische Bezeichnungen sind nicht immer ein Zeichen für Innovation.

Auch sollten Sie sich von Trends fern halten. Ende der 90er Jahre war es nicht selten, dass im Firmennamen die Zahl 2000 auftauchte. Der neue Trend hin zu reinen Phantasienamen sei umstritten. Ich finde, nur sehr selten geben diese Phantasienamen ein gutes Profil ab.