Trotz Krise: Online-Werbung nimmt weiter zu


Laut einer Studie der EIAA stiehlt Online-Werbung den TV-Sendern die Media-Etats. Die klassischen Medien müssen weiterhin Budgetumschichtungen hinnehmen. Moderne Technologien wie Targeting und Mobile- und Video-Formate gewinnen zunehmend die Aufmerksamkeit der Advertiser.

Was bereits der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) e.V. im März für Deutschland feststellte (Online Werbemarkt 2008 und 2009), hat nun die EIAA (European Interactive Advertising Association) mit der Studie „Marketers’ Internet Ad Barometer 2009“ auch für den europäischen Werbemarkt bestätigt.

Wachstum bei Videoformaten

Bewegtbildformate sind weiter auf dem Vormarsch. So gaben 35% der Befragten europäischen Marketingverantwortlichen an, diese Formate verstärkt einzusetzen. Der Anteil von Videoformaten wird weiterhin steigen.

TV verliert Etats an Online

Der Wachstum der Online-Budgets ist weiterhin trotz Krise ungebrochen. 70% der befragten europäischen Werbetreibenden wollen ihre Ausgaben für Online-Werbung weiter steigern. Unter den Befragten gaben 37% an den Mehraufwand von ihren TV-Werbebudgets abzuziehen, gefolgt von Zeitungen (32%) und Zeitschriften (46%).

Targeting als neue Wunderwaffe

Die Umschichtung von Budgets aus Hörfunk und Direkt-Marketing ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die EIAA schließt daraus, dass die Advertiser versuchen die Streuverluste mittels Targeting zu vermeiden und  Werbebotschaften ohne große Streuverluste adressieren zu können. 72% der europäischen Werbetreibenden möchten in Zukunft verstärkt auf Targeting setzen.