Urlaub in der Selbständigkeit – ohne schlechtes Gewissen


Urlaub ist ein heikles Thema für Selbständige. Doch gerade jetzt, wo ohne Klimaanlage oder ein Büro im Keller das Arbeiten kaum noch möglich ist, schweifen die Gedanken eher zum nächsten See oder einer schattigen Bar. Eines steht jedoch fest: Selbständige brauchen Urlaub. Nicht nur, weil es Usus ist, sondern um neue Kräfte zu tanken und der Kreativität auf die Sprünge zu helfen.

Urlaub können Sie sich als Selbständiger nicht leisten. Es gibt immer irgendeine Gelegenheit, gerade jetzt nicht den Urlaub zu planen oder anzutreten. Gründe gegen den Urlaub gibt es ausreichend:

  • Erreichbarkeit für Kunden
  • dringende Projekte
  • Akquise
  • knappe Kassen
  • finanzielle Unsicherheit

Alle Gründe haben Ihre Berechtigung. Mit etwas Phantasie, Organisationstalent und vielleicht auch noch etwas Mut können Sie jedem einzelnen Argument widersprechen.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Sie gerade als Selbständiger die besten Möglichkeiten für einen Urlaub haben. Mit einer langfristigen Planung und Vorausschau können Sie sogar mehr Urlaub genießen, als in einer Festanstellung.

Mittlerweile gibt es kaum einen Ort auf der Welt, an dem Sie nicht mindestens einmal in der Woche Ihre E-Mails abrufen können. Das ist mehr als genug, denn Sie haben ja Urlaub.

Es ist unglaublich wie viel Energie Sie tanken, wenn Sie Ihr Business im Kopf für ein paar Tage ausschalten und in einer ungewohnten Umgebung an etwas ganz anderes denken.

Ich selbst war im letzten Jahr vier Wochen lang in Asien unterwegs und bin mittlerweile der Versuchung erlegen, diesen Winter ebenfalls im Warmen zu verbringen. Ein Ortswechseln kann so viel Kreativität frei setzen und den Energietank wieder auffüllen.

Und das Gute daran ist, dass Sie kaum mehr Geld ausgeben als hier in Deutschland und dafür noch echten Luxus genießen können. Timothy Ferriss schreibt in seinem Buch “Die 4-Stunden Woche”, dass es bessere Orte auf der Welt gibt an denen man arbeiten kann, als zu Hause. Ich kann ihm nur Recht geben.

Aber es soll ja in diesem Beitrag um Urlaub gehen und nicht um das Arbeiten an entlegenen Orten. Schauen wir uns einmal an, was Sie beachten sollten und vor allem wie Sie als Selbständiger Ihren Urlaub planen.

So genießen Sie Ihren Urlaub

Das allerwichtigste ist eine gute Vorbereitung, für die Zeit Ihrer Abwesenheit. Überlegen Sie sich, wer kurzfristig einspringen kann, wenn es brennt und Sie nicht vor Ort sind.

Für die telefonische Erreichbarkeit können Sie einen Anrufbeantworter schalten oder einen Dienstleister für die Annahme der Anrufe beauftragen (zum Beispiel eBüro).

Viele Anbieter von Sekretariatsservice kümmern sich auch um Ihre Post, scannen diese ein und versenden Sie als E-Mail an Sie.

Noch wichtiger ist die finanzielle Absicherung. Planen Sie nicht nur Ihre Ausgaben für den Urlaub ein, sondern auch den finanziellen Ausfall für die Zeit Ihrer Abwesenheit. Sie sollten die Urlaubszeit von Ihrer effektiven Jahresarbeitszeit abziehen und aus der Kalkulation heraus nehmen.

Informieren Sie Kunden und Geschäftspartner rechtzeitig von Ihrem Vorhaben.

Machen Sie sich doch einfach frei von den inneren Zwängen. Sie werden überrascht sein, was alles möglich ist, wie verständnisvoll Ihre Partner und Kunden reagieren.

Tanken Sie Energie!