Kostenlose Bürosoftware: IBM Lotus Symphony


Vor einiger Zeit hatten wir schon die kostenlose Bürosoftware OpenOffice vorgestellt. Nun gibt es auf Basis von OpenOffice eine Version von IBM mit dem Namen Lotus Symphony. Unter der Haube ist OpenOffice für die Funktionalität zuständig. Das Design und die Bedienung hat IBM an seine Vorstellungen einer einfach zu bedienenden und kostenlosen Bürosoftware angepasst.

Der erste Eindruck überzeugt mit einer übersichtlichen und schnell geladenen Benutzeroberfläche. Die Navigation zwischen einzelnen Dokumenten ist ähnlich der von Internet-Browsern bekannten Navigation über Tabbed-Browsing (Navigation über Tabs) möglich. Zur Auswahl stehen drei Programmteile, die von ihrer Art schon von OpenOffice oder Microsoft Office bekannt sind.

Kostenlose Textverarbeitung

Mit der Anwendung „Documents“ bietet Lotus Symphony einen übersichtlichen Texteditor, der im Funktionsumfang durchaus mit Microsoft Office mithalten kann. Praktisch ist die rechte Spalte in der alle Optionen zur Formatierung schnell zugänglich sind. Etwas ungewohnt ist das Hauptmenü und die Anordnung der Inhalte. Bei regelmäßiger Benutzung sollte hier aber die Routine alle wichtigen Funktionen schnell wieder finden lassen.

Kostenlose Tabellenkalkulation

„Spreadsheets“ heißt die Tabellenkalkulation von Lotus Symphony. Auch hier lassen sich in der rechten Spalte die Inhalte der Zellen und der Tabelle leicht formatieren. Laut IBM lassen sich vielfältige Datei-Formate importieren und bearbeiten. Kennzeichnend ist bei Spreadsheets ebenfalls die übersichtliche und einfache Anordnung der Funktionen. Im Handumdrehen sind Diagramme und Auswertungen erstellt.

Kostenlose Bildschirmpräsentation

Vervollständigt wird das Softwarepaket Lotus Symphony mit der Präsentationsanwendung „Presentations“. ÜberTemplates lassen sich hier genau wie in den beiden anderen Programmteilen das Erscheinungsbild der Präsentation anpassen und für neue Seiten oder Blätter übernehmen.

Funktionsumfang

IBM hat das Rand nicht neu erfunden, jedoch eine übersichtliche und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche geschaffen, die schnelles und reibungsloses Arbeiten ermöglicht. Die Software scheint an der einen und anderen Stelle, noch ein paar Kinderkrankheiten zu haben. Für den täglichen Einsatz ist Lotus Symphony jedoch gerüstet. Schon durch die Verwendung von OpenOffice Funktionalitäten ähneln sich beide Programme im Funktionsumfang. Ein Vergleich mit Microsofts Office ist bei den verfügbaren Anwendungen durchaus realistisch.

Interessant ist der Einsatz von Plugins zur Erweiterung. Beispielsweise lassen sich mit entsprechenden Plugins HTML Dokumente in OpenOffice Dokumente umwandeln oder Updates automatisieren.

Das Dateiformat ist das gleiche wie bei OpenOffice. Damit sind die Dateien mit OpenOffice Anwendungen zu 100% kompatibel. Daneben lassen sich erstellte Dateien auch als Microsoft Office kompatible Formate abspeichern und sind so breit einsetzbar und mit unterschiedlichen Systemen kompatibel. Einer Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Systemen steht nichts im Weg.

Installation

Etwas umständlich gestaltet sich der Download. Nach gefühlten unzähligen Klicks und Vorauswahlen muss man sich mit seinem Namen und seiner E-Mail-Adresse registrieren, um an die Software zu gelangen. Der Download-Manager auf Basis von Java hat erst beim zweiten Versuch funktioniert. Der gesamte Downloadprozess ist nur auf Englisch verfügbar. Ein mehrsprachiges Angebot wäre hier sicher für viele Anwender hilfreich. Ein deutschen Sprachpaket für die kostenlose Software ist verfügbar und wird nach dem Download automatisch installiert.

Lotus Symphony steht für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac bereit.

Link zum kostenlosen Download

IBM Lotus Symphony Produktseite
IBM Lotus Symphony Produktbeschreibung
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